Die Phasen unseres Schlafes

Wenn Sie einmal darüber nachdenken, wie würden Sie dann Ihr Schlafverhalten beschreiben?

Sicherlich werden auch Sie nicht bemerken, dass wir nachts im Schnitt rund 28 Mal wach werden, da wir das meist sofort wieder vergessen. Dies ist nur eine der Erkenntnisse des berühmten Regensburger Schlaforschers und Psychologen Dr. Jürgen Zulley.

Die 5 Schlaf-Zyklen

Gehören Sie eher zu den Frühaufstehern oder sind Sie ein Nachtmensch?

Im Grunde ist dies völlig egal, denn die Schlafmenge, die jeder braucht, um tagsüber fit zu sein, ist individuell verschieden. Jedoch durchleben Menschen mit einem gesunden Schlaf alle vier bis sechs Schlaf-Zyklen, die aus mehreren Schlaf-Phasen bestehen: dem Einschlafen, dem Leichtschlaf, dem Tiefschlaf, dem Traumschlaf und schließlich der Aufwachphase.

Die Tief- und Leichtschlafphasen wechseln sich im Laufe der Nacht ab. Während der Leichtschlaf eine Übergangszeit zwischen Tiefschlaf und Traumphase sowie zwischen Tiefschlaf und Wachzustand ist, spielen sich in den Tiefschlafphasen für unsere Gesundheit und Regeneration bedeutende Dinge im Körper ab.

Was macht der Körper, wenn wir schlafen?

Wie schon oben erwähnt, werden alle Körperfunktionen gedrosselt. So sinkt unsere Körpertemperatur und Puls sowie Atmung verlangsamen sich. Auch unsere Augäpfel bewegen sich nicht – im Gegenteil zur Traumphase, die daher auch REM (Rapid Eye Movement)-Phase heißt. In der Tiefschlafphase werden besonders viele Wachstumshormone im Körper produziert, die für die Stärkung des Immunsystems und für die Regeneration der Zellen eine wichtige Rolle spielen.
Das Immunsystem ist im Tiefschlaf besonders aktiv. In den REM-Phasen hingegen darf sich der Körper erholen. Jetzt läuft das Gehirn auf Hochtouren. Der Körper ist entspannt und der Schläfer kaum zu wecken. Denn er blendet äußere Reize weitestgehend aus, um die Ereignisse des Tages zu verarbeiten, zu sortieren und den Geist für den nächsten Tag freizumachen.
In dieser Phase wird häufiger, nicht aber ausschließlich geträumt. Und mit etwas Glück findet das Gehirn in dieser Phase sogar kreative Lösungen für unsere aktuellen Problemstellungen. Während schlafgesunde Menschen für das Einschlafen im Normalfall zwischen 5 und 30 Minuten brauchen, dauern die insgesamt mehr als
50 Prozent des Gesamtschlafes einnehmenden Leichtschlaf-Phasen in der Regel jeweils zwischen 30 und 60 Minuten.
Die erste Tiefschlafphase erreicht zumeist die Dauer einer Stunde, die folgenden Tiefschlafphasen verkürzen sich dann. Umgekehrt ist es bei den REM-Phasen, die zum Morgen immer länger dauern und insgesamt rund einhundert Minuten unseres Schlafes ausmachen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in der ersten Nachthälfte der Tiefschlaf dominiert und die ersten REM-Phasen noch relativ kurz sind. Zum Ende der Nacht hingegen verschwindet der Tiefschlaf fast vollständig, dafür nehmen die REM-Phasen an
Dauer zu. Mit zunehmendem Alter verschieben sich die Schlafphasen. Während die Leichtschlafphasen häufiger werden, reduzieren sich die Tiefschlafphasen stark.

Ohne guten Schlaf geht es uns schlecht.
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